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Maschinen- und Anlagenführer/in

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Du hast das Kommando

Egal ob Werkzeuge, Kleidung oder Nahrungsmittel: Statt aufwendiger Handarbeit werden die meisten Produktionsprozesse heute von Maschinen erledigt. Als Maschinen- und Anlagenführer bist du unersetzlich, denn du weißt, wie man die Maschinen einrichtet, in Betrieb nimmt und steuert. In nur zwei Jahren lernst du in deiner Ausbildung alles, was für die Bedienung und Überwachung der Maschinen nötig ist.

In der Fertigungshalle arbeitest du zum Beispiel mit Generatoren, Werkzeugmaschinen oder Pumpen. Müssen die Anlagen umgerüstet werden oder einzelne Teile ausgetauscht werden, bist du zur Stelle. Du füllst Kühl- und Schmierstoffe nach, tauschst Dichtungen oder Schläuche aus und stellst die Maschinen neu ein. Außerdem wartest du die Maschinen regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie funktionieren.

Das lernst du in der Ausbildung

Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer

In nur zwei Jahren zum Abschluss

Deine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer oder zur Maschinen- und Anlagenführerin dauert nur zwei Jahre. In dieser Zeit lernst du in Ausbildungsunternehmen und Berufsschule alles, was du für die Einrichtung, Umrüstung und Wartung der Maschinen und Anlagen wissen musst.

Das lernst du in der Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer:

  • Maschinen und Anlagen einrichten, sie bedienen und umrüsten
  • mehrere Maschinen gleichzeitig überwachen
  • Störungen und Fehler aufspüren und beheben
  • manuelle oder maschinelle Fertigungstechniken anwenden

Ausbildungsvoraussetzungen

Hier ist handwerkliches Können gefragt!

Du möchtest in kurzer Zeit möglichst viel lernen und bist praktisch begabt? Dann ist die zweijährige Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer der richtige Einstieg für dich! Grundvoraussetzung ist handwerkliches Geschick, denn das brauchst du für die Umrüstung der Maschinen.

Außerdem solltest du am besten diese Fähigkeiten und Talente mitbringen, um in der Ausbildung richtig durchzustarten:

  • Gute Noten in Mathe und Physik helfen dir, z.B. bei Berechnungen oder der Einschätzung von Materialien.
  • Du hast Spaß am praktischen Arbeiten.
  • Du stehst auf technische Geräte und verstehst auch etwas davon – schließlich gehört auch die Programmierung computergesteuerter Maschinen zu deinen Aufgaben.
  • Du arbeitest sorgfältig und genau.
  • Mit einem guten Hauptschulabschluss kannst du dich bei den Unternehmen bewerben.

Weiterbildung und Perspektiven

Ausbildung verlängern

Du hast nach deiner Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer noch nicht genug? Dann kannst du die Ausbildung um 1 bis 1 ½ weitere Jahre verlängern und auf eine 3 oder 3 ½-jährige Ausbildung „aufstocken“. Zum Beispiel im Beruf Fertigungsmechaniker oder Zerspanungsmechaniker.

Weiterbildung im Unternehmen

Auch dein Unternehmen bietet dir die Möglichkeit, dich jederzeit fortzubilden oder auf bestimmte Fachgebiete zu spezialisieren. So hältst du dein Wissen auf dem neuesten Stand und treibst deine Karriere voran.

Aufstiegsfortbildung

Eine weitere Möglichkeit ist eine Aufstiegsfortbildung, z.B. zum Industriemeister der Fachrichtung Metall oder zum Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik.
Als Industriemeister kannst du Fach- und Führungsaufgaben in der Fertigung und Montage übernehmen. Auch als Staatlich geprüfter Techniker erhältst du mehr Verantwortung und konzentrierst dich auf Planung und Organisation.

Das verdienst du

Dein Gehalt

Du möchtest einen verantwortungsvollen Job, der gut bezahlt wird? Dann bist du in der Metall- und Elektro-Industrie genau richtig! Denn hier ist dein Gehalt schon während der Ausbildungszeit meist höher als in vielen anderen Branchen. Wie viel du bekommst, ist davon abhängig, in welcher Region du arbeitest.

Auch nach deiner Ausbildung ist der Verdienst in der Metall- und Elektro-Industrie meist höher, als in anderen Branchen. Dabei spielen natürlich deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle.

Denk daran: Deinen Brutto-Lohn bekommst du nicht aufs Konto ausgezahlt! Denn davon gehen noch Abzüge für Steuern und Sozialversicherung runter. Was dann übrig bleibt und auf dein Konto fließt, ist dein Netto-Gehalt.