IT-Berufe

Informatikkaufmann/-frau

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Du findest die richtige Lösung

Als Informatikkaufmann arbeitest du an der Schnittstelle von Technik und Wirtschaft. Deine Aufgabe: Für jeden Kunden das richtige IT-System finden! In der Industrie, im Handel, in Banken oder Krankenhäusern arbeitest du an Projekten zur Planung, Anpassung und Einführung von IT-Systemen.

Bevor es an die Realisierung geht, prüfst du zunächst, was deine Kunden überhaupt brauchen. Die Buchhaltung benötigt eine neue IT-Lösung, an der mehrere Personen gleichzeitig arbeiten können? Du klärst, welche Voraussetzungen die neue Software erfüllen soll, holst Angebote bei verschiedenen Herstellern ein, installierst sie und berätst anschließend deine Kunden zur Nutzung.

Damit das klappt, bist du stets über aktuelle Informations- und Telekommunikationstechnologien im Bilde. So findest du die beste Lösung für jeden Kunden! Dabei hast du auch noch ein Auge darauf, ob der Einsatz der IT-Systeme für das Unternehmen wirtschaftlich ist.

Ausbildung zur Informatikkauffrau

Welche IT-Systeme gibt es?

Die Ausbildung zum Informatikkaufmann dauert drei Jahre und findet in deinem Ausbildungsunternehmen und der Berufsschule statt. Während du in deinem Ausbildungsbetrieb mit den Geschäfts- und Arbeitsprozessen vertraut gemacht wirst, lernst du in der Berufsschule Fachenglisch und alles über IT-Märkte und Systeme, Rechnungswesen und Geschäftsprozesse.

Das sind deine Ausbildungsinhalte:

  • Systeme der IT-Technik kennen lernen und unterscheiden können
  • den Bedarf an IT-Systemen und die Kosten für notwendige Geräte und Programme ermitteln
  • das richtige elektronische System zusammenstellen
  • Kunden kaufmännisch, technisch und organisatorisch betreuen
  • Störungen erkennen und beheben

Ausbildungsvoraussetzungen

Hier sind deine Talente gefragt!

Wie der Name der Ausbildung schon sagt: Du solltest dich natürlich für Informatik interessieren, aber auch Spaß an wirtschaftlichen Zusammenhängen und kaufmännischen Tätigkeiten haben. Gute Noten in Mathe, Englisch und Informatik helfen dir bei der Ausbildung.

Daneben ist es von Vorteil, wenn du diese Voraussetzungen in die Ausbildung mitbringst:

  • Du hast gute Computerkenntnisse.
  • Du hast Spaß an der Erstellung von Kalkulationen und der Marktbeobachtung.
  • Du bist ein Teamplayer und kannst dir gut vorstellen, Kunden zu beraten.
  • Ein Interesse an Technik sollte vorhanden sein, aber auch an handwerklichen Tätigkeiten wie dem Austausch von Hardwarekomponenten.
  • Du kannst gut planen und organisieren.
  • Mit einem sehr guten Realschulabschluss oder Abitur stellen Unternehmen dich bevorzugt ein.

Weiterbildung und Perspektiven

Und nach der Ausbildung?

Deine Ausbildung ist erst der Anfang! Danach kannst du in allen Unternehmen, die IT-Systeme entwickeln, betreuen, vertreiben oder einsetzen eine gut bezahlte Stelle finden. Als Informatikkaufmann ist es wichtig, dass du dein Wissen stets auf dem neuesten Stand hältst. Nur so kannst du Kunden das richtige System empfehlen.

Neben internen Weiterbildungen in deinem Unternehmen kannst du dich auch mit Kursen auf bestimmte Fachgebiete spezialisieren. Zum Beispiel auf Qualitätskontrollen, Anwenderschulungen oder Datenschutz. Zusatzqualifikationen wie Anwendungsberater, Systemadministrator oder E-Marketing-Entwickler bieten dir jede Menge Weiterentwicklungsmöglichkeiten und spannende Tätigkeiten.

Wenn dir das nicht reicht, sicherst du dir mit einer Weiterbildung die Aussicht auf eine Leitungsfunktion und mehr Gehalt:

Fachwirt Computer-Management

Als Fachwirt für Computer-Management übernimmst du Leitungsfunktionen bei der kaufmännischen Vorbereitung, Durchführung, Überwachung und Dokumentation aller computergestützten Arbeitsvorgänge.

Betriebswirt für Informationsverarbeitung

Nach deiner Weiterbildung zum Betriebswirt für Informationsverarbeitung unterstützt du die Planung, Umsetzung, Implementierung und Weiterentwicklung von IT-Systemen.

Studium

Mit dem (Fach-)Abitur hält dich nichts davon ab, an der Uni einen Bachelorabschluss im Bereich Informatik zu machen. Deine Ausbildung ist dafür die ideale Grundlage.

Dein Gehalt als Informatikkaufmann

So viel verdienst du

Du möchtest schon in der Ausbildung gut verdienen? Dann bist du in der Metall- und Elektro-Industrie genau richtig! Bereits während der Ausbildungszeit ist das Gehalt hier höher als in vielen anderen Branchen. Abhängig ist es davon, in welcher Region du arbeitest und ob dein Unternehmen nach Tarifvertrag bezahlt.

Im ersten Ausbildungsjahr kannst du als Informatikkaufmann 900 Euro und mehr verdienen.Im dritten können es mehr als 1.100 Euro sein (Quelle: Gesamtmetall, Stand Juni 2015. Gilt für tarifgebundene Unternehmen).

Auch nach deiner Ausbildung ist der Verdienst als Elektroniker in der Metall- und Elektro-Industrie meist höher, als in anderen Branchen. Dabei spielen natürlich deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle. Denk daran, dass von deinem Brutto-Gehalt noch Abzüge für Steuern, Sozialversicherung usw. abgehen. Was dann übrig bleibt, ist dein Netto-Gehalt und fließt auf dein Konto.