Elektroberufe

Fluggerätelektroniker/in

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Du sorgst für einen sicheren Ablauf

Ohne modernste Elektronik ist ein reibungsloser Ablauf des Flugverkehrs undenkbar. Als Fluggerätelektroniker arbeitest du im Gehirn des Flugzeugs – als Experte für elektrische und elektronische Anlagen. Was du für diesen Job brauchst? Ganz klar ein Faible für fortschrittliche Elektronik und viel Verantwortungsbewusstsein!

Als zukünftiger Fluggerätelektroniker verlegst du Steuer-, Signal- und Datenleitungen und baust elektrische und elektronische Bauteile zusammen. Du sorgst dafür, dass Landeklappen oder Höhenruder per Funk gesteuert werden können und fehlerfrei funktionieren. Langweilig wird es dir mit Sicherheit nicht – schließlich kann vom einmotorigen Flugzeug über Hubschrauber, Linienmaschinen, Großraumtransporter bis zum Militärjet alles dabei sein!

Fluggerätelektronikerin

Die Elektronik eines Fluggeräts beherrschen

Die Elektronik moderner Fluggeräte ist komplex. Doch keine Sorge, in deiner 3 ½ -jährigen Ausbildung zum Fluggerätelektroniker lernst du alles, was du später im Beruf können und wissen musst. Während dir der theoretische Background in der Berufsschule beigebracht wird, lernst du die Praxis in den Flugzeughallen. Hier erfährst du alles über die Installation von Elektronik und das Beheben von Störungen:

  • Energie-, Signal- und Datenleitungen verlegen und verbinden
  • Komponenten und Geräte der Fluggerättechnik installieren und montieren
  • Kommunikations-, Navigations-, Radar- und Autopilotanlagen in Betrieb nehmen
  • mit englischsprachigen Unterlagen arbeiten und auf Englisch kommunizieren

Ausbildungsvoraussetzungen

Du willst abheben als Fluggerätelektroniker

Du stehst auf moderne Elektronik und Flugzeuge? Dann erfüllst du bereits zwei Grundvoraussetzungen für die Ausbildung zum Fluggerätelektroniker oder zur Fluggerätelektronikerin. Beste Chancen für eine gute Ausbildung hast du außerdem, wenn du fit bist in Mathe und Physik. Denn die Kenntnisse brauchst du für Berechnungen oder den Aufbau elektronischer Baugruppen.

Außerdem solltest du diese Voraussetzungen erfüllen:

  • Du verstehst schon etwas von elektrischen Schaltungen.
  • Gute Englischkenntnisse sind unabdingbar, denn technische Dokumente sind meist in Englisch verfasst.
  • Du bist handwerklich geschickt und hast schon mal eine technische Zeichnung gesehen.
  • Du bist verantwortungs- und sicherheitsbewusst und arbeitest genau.
  • Unternehmen erwarten von dir einen sehr guten Realschulabschluss oder Abitur.

Weiterbildung und Perspektiven

Und nach der Ausbildung zum Fluggerätelektroniker?

Als Fluggerätelektroniker oder Fluggerätelektroniker hast du vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Du kannst bei Herstellern von Fluggeräten arbeiten, in Zulieferbetrieben für Fluggerätelektronik oder in Werkstätten von Fluggesellschaften und Flughäfen.

Da sich die elektronischen Systeme von Flugzeugen, Hubschraubern & Co immer weiterentwickeln, solltest auch du dein Wissen aktuell halten. Das geht zum Beispiel mit Weiterbildungen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, allgemeine Elektrotechnik oder Mechatronik.

Diese Weiterbildungsmöglichkeiten hast du:

Industriemeister Flugzeugbau oder Luftfahrttechnik

Du willst mehr Verantwortung übernehmen, am liebsten in einer Führungsposition? Dann könnte die Weiterbildung zum Industriemeister im Bereich Flugzeugbau/Luftfahrttechnik das Richtige für dich sein! Nach abgeschlossener Weiterbildung kannst du Fach- und Führungsaufgaben übernehmen. Du überwachst Produktion, Montage und Instandhaltung von Fluggeräten und sorgst auch dafür, dass Qualität und Termine eingehalten werden.

Techniker Fachrichtung Elektrotechnik

Auch nach einer Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik erhältst du mehr Verantwortung. In deinem Fokus stehen dann technische, organisatorische und wirtschaftliche Aufgaben.

Studium

Nach der Ausbildung noch ein Studium? Warum nicht! Du hast die Wahl: Luft- und Raumfahrttechnik, Elektrotechnik, oder doch eher der Bereich Maschinenbau? Voraussetzung für ein Studium ist (Fach-)Abitur oder ein Meistertiteln.

Dein Gehalt als Fluggerätelektroniker

So viel verdienst du

Wer schon während der Ausbildung gut verdienen möchte, ist in der Metall- und Elektro-Industrie genau richtig! Hier ist das Gehalt höher, als in vielen anderen Branchen.

Hier ein Beispiel aus dem Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen: Dort liegt dein Gehalt als Fluggerätelektroniker im ersten Ausbildungsjahr bei über 900 Euro. Im dritten Ausbildungsjahr verdienst du etwa 1.036 Euro. Als Berufseinsteiger kannst du bei Bezahlung nach Tarifvertrag in Nordrhein-Westfalen mit etwa 2.982 Euro rechnen (inkl. Leistungszulage).

Auch nach deiner Ausbildung ist der Verdienst als Fluggerätelektroniker oder Fluggerätelektronikerin meist höher, als in anderen Branchen. Dabei spielen natürlich deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle. Denk daran, dass von deinem Brutto-Gehalt noch Abzüge für Steuern, Sozialversicherung usw. abgehen. Was dann übrig bleibt, ist dein Netto-Gehalt und fließt auf dein Konto.