Elektroberufe

Elektroniker/in - Informations- und Systemtechnik

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Spezialist für Informationsübertragung

Informationstechnische Systeme gibt es nicht nur in Computern, sondern auch in Alarmanlagen, Fertigungsanlagen oder Telefonen. Als Elektroniker für Informations- und Systemtechnik bist du Spezialist für diese Systeme. Du baust sie zusammen, programmierst sie auf den Kunden zugeschnitten und sorgst dafür, dass Hard- und Software perfekt zusammen funktionieren.

Ein Automatisierungssystem für eine Fertigungsanlage muss eingerichtet werden? Ein Kunde wünscht die Installation eines Alarmsystems? Hier kommen deine Kenntnisse in Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik ins Spiel! Du installierst Sensoren und sorgst dafür, dass diese Informationen von der Anlage zum Rechner gelangen. Du spielst das Betriebssystem auf, installierst die entsprechende Software und leistest Support, falls doch mal eine Fehlfunktion auftritt.

Bis 2013 hieß der Beruf übrigens Systeminformatiker/in!

Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

Du sorgst für die richtige Verbindung

Die duale Ausbildung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik dauert 3 ½ Jahre. In dieser Zeit lernst du sowohl in deinem Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Deine Ausbildung kannst du in einem dieser Einsatzgebiete vertiefen: Automatisierungssysteme, Signal- und Sicherheitssysteme, Informations- und Kommunikationssysteme, Funktechnische Systeme oder Embedded Systems

Das sind deine Ausbildungsinhalte:

  • Betriebssysteme und Netzwerke installieren und konfigurieren
  • Hard- und Softwarekomponenten in größere Systeme und Anlagen integrieren und zusammenführen
  • Störfälle analysieren und beheben
  • Kunden beraten und Support leisten
  • Kostenkalkulationen selbstständig durchführen

Ausbildungsvoraussetzungen

Spaß an Elektronik und Informatik

Du hast Lust auf eine Ausbildung zum Elektroniker für Informations- und Systemtechnik und stehst auf High-Tech? Perfekt! Denn Grundvoraussetzung für den Beruf ist, dass du Spaß an Elektronik und Informatik hast und dich für Technik interessierst.

In der Schule solltest du fit in Mathe und Physik sein. Diese Kenntnisse brauchst du z.B. für die Analyse von elektrischen Messwerten. Im Vorteil bist du auch, wenn du schon Kenntnisse in Informatik mitbringst, schließlich entwickelst du bald IT-Systeme mit!

Außerdem solltest du diese Voraussetzungen erfüllen:

  • Du bist handwerklich geschickt, das hilft dir beim Einbau von Hardwarekomponenten.
  • Außerdem solltest du gerne mit Kunden arbeiten, denn ihnen erklärst du die von dir eingerichteten Systeme.
  • Du arbeitest sorgfältig und genau.
  • Unternehmen erwarten einen sehr guten Realschulabschluss oder Abitur.

Weiterbildung und Perspektiven

Meister, Techniker & Co

Nach deiner Ausbildung kannst du in allen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen arbeiten, die informationstechnische Systeme entwickeln und herstellen oder einsetzen. Das kann in den Bereichen Automatisierung, Telekommunikation oder Signal- und Sicherheitssysteme sein.

Als Elektroniker für Informations- und Systemtechnik solltest du deine Kenntnisse auf dem neuesten Stand halten. Denn in Sachen Kommunikationstechnik und Systeminformatik kommen ständig neue Entwicklungen auf den Markt. Mit einer Anpassungsweiterbildung in den Bereichen Automatisierungstechnik oder Softwareentwicklung bleibst du up to date.

Außerdem hast du diese Weiterbildungsmöglichkeiten:

Industriemeister Fachrichtung Elektrotechnik

Nach abgeschlossener Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik übernimmst du Fach- und Führungsaufgaben in der Planung und Fertigung von Betrieben der Elektro-Industrie. Du planst und koordinierst dann Arbeitsabläufe, überwachst die Fertigungsprozesse, leitest Fachkräfte an und bist für die betriebliche Ausbildung verantwortlich.

Techniker Fachrichtung Informatik

Auch nach einer Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Informatik erhältst du mehr Verantwortung. In deinem Fokus steht dann die Hardwaretechnik von Rechner- und Kommunikationssystemen. Außerdem kümmerst du dich um die technischen Aufgaben im Bereich der Netzwerkadministration oder der System- und Anwendungsprogrammierung.

Studium

Nach der Ausbildung noch ein Studium? Warum nicht! Mit (Fach-)Abitur erfüllst du die  Voraussetzungen, dein praktisches Wissen auf akademischer Ebene zu erweitern. Wenn du schon einen Meistertitel hast, kannst du übrigens auch ohne (Fach-)Abi studieren! Zum Beispiel in den Studienfächern angewandte Informatik oder Elektrotechnik.

Dein Gehalt als Elektroniker

So viel verdienst du in der Ausbildung

Als Elektroniker für Informations- und Systemtechnik bekommst du in der Metall- und Elektro-Industrie schon während deiner Ausbildung ein gutes Gehalt. Tatsächlich ist es meist sogar höher, als in vielen anderen Branchen. Wie viel genau du bekommst, ist davon abhängig, in welchem Bundesland du arbeitest und ob dein Unternehmen dich nach Tarifvertrag bezahlt.

Im Tarifbezirk NRW zum Beispiel liegt dein Gehalt als Elektroniker für Informations- und Systemtechnik im ersten Ausbildungsjahr bei über 900 Euro. Im dritten Ausbildungsjahr sind es schon etwa 1.036 Euro! Als Berufseinsteiger kannst du bei Bezahlung nach Tarifvertrag in Nordrhein-Westfalen mit etwa 2.982 Euro rechnen (inkl. Leistungszulage).

Auch nach deiner Ausbildung ist der Verdienst als Elektroniker in der Metall- und Elektro-Industrie meist höher als in anderen Branchen. Dabei spielen natürlich deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle.