Elektroberufe

Elektroniker/in – Gebäude- und Infrastruktursysteme

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Du kennst alle elektronischen Systeme

Im Fahrstuhl stecken zu bleiben ist für die meisten Menschen ein Horrorszenario. Hier kommst du ins Spiel: Als Elektroniker oder Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme eilst du zur Hilfe und befreist mit deinem technischen Geschick alle aus ihrer misslichen Lage!

Egal ob Wohnhäuser, Industrieanlagen, Schulen oder Krankenhäuser  - du kennst alle elektrischen und elektronischen Systeme, die es in Gebäuden gibt. Du planst Klimaanlagen oder elektronisch gesteuerte Lüftungssysteme und setzt diese nach Absprache mit den Kunden um. Ebenso kümmerst du dich darum, dass Notstromaggregate oder Brandmelder fehlerfrei funktionieren. Sollte es doch mal irgendwo hängen und z.B. in einem Krankenhaus die Heizung ausfallen, bist du der technische Helfer in der Not!

Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme bei der Arbeit

Duale Ausbildung in Berufsschule und Unternehmen

In deiner 3 ½ -jährigen Ausbildung lernst du nicht nur, wie du elektronische Systeme in Gebäuden instand hältst und betreibst, sondern auch, wie du sie konzipierst und installierst. Die Ausbildung ist dual, das bedeutet, du lernst sowohl im Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule.

Das lernst du in deiner Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme:

  • Gebäude- und Infrastruktursysteme nach rechtlichen Bestimmungen installieren und nach Herstellervorgaben und Kundenwünschen betreiben
  • Systemanforderungen und deren Nutzen analysieren und Gefährdungspotenziale erfassen
  • Steuerungsmodule von technischen Systemen einstellen und die Funktion der Systeme prüfen
  • Inspektionen, Prüfungen und Wartungen von Geräten und Systemen durchführen, Störungsmeldungen entgegen nehmen oder Fehlerdiagnosen erstellen
  • Energieleitungen montieren und in Betrieb nehmen

Ausbildungsvoraussetzungen

Hier ist technisches Verständnis gefragt

Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme ist, dass du technisches Verständnis hast und bereits etwas von elektrischen Schaltungen verstehst.

Gute Noten in Mathe und Physik helfen dir, elektrische Größen zu berechnen und den Aufbau von Bauteilen zu verstehen. Wenn du bereits Grundkenntnisse in Informatik besitzt, fällt es dir leichter, auch mal etwas zu programmieren.  

Außerdem sind in der Ausbildung diese Fähigkeiten und Talente gefragt:

  • Du hast Spaß an praktischen Tätigkeiten, wie der Wartung von Klimaanlagen und bist handwerklich nicht ungeschickt.
  • Auch Englischkenntnisse sind wichtig, da du viel mit englischsprachigen Unterlagen arbeitest.
  • Du kannst Kunden erklären, wie die Systeme funktionieren.
  • Du hast ein besonderes Maß an Sicherheits- und Verantwortungsbewusstsein.
  • Unternehmen erwarten von dir einen sehr guten Realschulabschluss oder Abitur.

Weiterbildung und Perspektiven

Und nach der Ausbildung?

Nach deiner Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude und Infrastruktursysteme findest du Beschäftigung im Kundendienst, in der Produktion, im Qualitätsmanagement oder in der Wartung und Instandhaltung.

Egal, wo du arbeitest: Dein Wissen solltest du up to date halten. Denn die Entwicklungen in der Elektronik stehen nicht still. Dein Unternehmen bietet dir die Möglichkeit, dich mit internen Schulungen auf dem Laufenden zu halten.

Du möchtest die nächste Stufe auf der Karriereleiter erklimmen? Diese Weiterbildungsmöglichkeiten hast du nach der Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme:

Industriemeister Fachrichtung Elektrotechnik

Nach abgeschlossener Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik übernimmst du Fach- und Führungsaufgaben in der Planung und Fertigung von Betrieben der Elektro-Industrie. Du planst und koordinierst dann Arbeitsabläufe, überwachst die Fertigungsprozesse, leitest Fachkräfte an und bist für die betriebliche Ausbildung verantwortlich.

Techniker Fachrichtung Elektrotechnik

Auch nach einer Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik erhältst du mehr Verantwortung. In deinem Fokus stehen dann technische, organisatorische und wirtschaftliche Aufgaben.

Studium

Nach der Ausbildung noch ein Studium? Warum nicht! Mit (Fach-)Abitur erfüllst du die  Voraussetzungen, dein praktisches Wissen auf akademischer Ebene zu erweitern. Zum Beispiel in den Studienfächern Gebäudetechnik, Facility-Management, Elektrotechnik oder Energietechnik.

Dein Gehalt als Elektroniker

So viel verdienst du

Schon in der Ausbildungszeit ist das Gehalt in der M+E-Industrie meist höher als in vielen anderen Branchen. Abhängig ist es davon, in welcher Region du arbeitest und ob dein Unternehmen nach Tarifvertrag bezahlt.

Hier ein Beispiel aus dem Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen. Dort liegt dein Gehalt als Elektroniker für Gebäude und Infrastruktursysteme im ersten Ausbildungsjahr bei über 900 Euro. Im dritten Ausbildungsjahr verdienst du etwa 1.036 Euro. Als Berufseinsteiger kannst du bei Bezahlung nach Tarifvertrag in Nordrhein-Westfalen mit etwa 2.982 Euro rechnen (inkl. Leistungszulage).

Auch nach deiner Ausbildung ist der Verdienst als Elektroniker in der Metall- und Elektro-Industrie meist höher, als in anderen Branchen. Dabei spielen natürlich deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle.

Denk daran, dass von deinem Brutto-Gehalt noch Abzüge für Steuern, Sozialversicherung usw. abgehen. Was dann übrig bleibt, ist dein Netto-Gehalt und fließt auf dein Konto.