Elektroberufe

Elektroniker/in - Automatisierungstechnik

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Die Produktion vereinfachen

Stell dir eine Massenproduktion vor, bei der du jeden Arbeitsschritt immer und immer wieder selbst per Hand vornehmen musst. Das wäre auf Dauer nicht nur ziemlich anstrengend, sondern auch ganz schön lästig. Zum Glück gibt es Elektroniker für Automatisierungstechnik, die solche Abläufe mit Hilfe von komplexen Maschinen stark vereinfachen!

Als Elektroniker für Automatisierungstechnik bist du immer dort gefragt, wo große Anlagen mit automatischen Produktionsabläufen fehlerfrei arbeiten sollen. Du sorgst dafür, dass aus den vielen Einzelteilen ein Gesamtsystem wird, bei dem alles automatisch läuft. Zum Beispiel rechnergesteuerte Anlagen, ganze Fertigungsstraßen oder auch Ampelanlagen. Dazu programmierst und testest du die Anlagen, nimmst sie in Betrieb und hältst sie instand. Anwendern gibst du Tipps zur Bedienung und bei Störungen bist du sofort zur Stelle.

Ein Beruf, der sehr anerkannt ist - schließlich erleichterst du vielen Kolleginnen und Kollegen die Arbeit!

Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik

Hier geht alles automatisch

Deine Ausbildung zum Elektroniker oder zur Elektronikerin für Automatisierungstechnik dauert 3 ½ Jahre. Dabei lernst du sowohl in deinem Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule.

Das sind deine Ausbildungsinhalte als angehender Elektroniker für Automatisierungstechnik:  

  • die Funktionen von Automatisierungssystemen kennen lernen und deren Zusammenhänge analysieren, ändern und erweitern
  • elektrische Antriebssysteme installieren und Automatisierungssysteme programmieren
  • einzelne Komponenten der Automatisierungseinrichtungen verbinden und in übergeordnete Systeme integrieren
  • Regelkreise verbessern, Störungen untersuchen, Testsoftware und Diagnosesysteme einsetzen und Anlagen in Stand setzen

Ausbildungsvoraussetzungen

Dein Start in die Ausbildung

Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik ist, dass du schon Ahnung von elektrischen Schaltungen hast. Basiswissen in Informatik erleichtert dir die Programmierung der rechnergesteuerten Anlagen.

Darüber hinaus solltest du diese Ausbildungsvoraussetzungen erfüllen:

  • Du bist fit in Mathe und Physik. Das hilft dir z.B. beim Berechnen von Widerständen.
  • Du bist handwerklich geschickt und verstehst etwas von Technik. Kannst du dir vorstellen, Schaltgeräte zur Steuerung von Anlagen einzubauen?
  • Du kannst planen und organisieren. Denn auch die Konzeption neuer Automatisierungsanlagen gehört zu deinen Aufgaben.
  • Du arbeitest sorgfältig und genau -  das ist wichtig beim Prüfen der Sicherheitseinrichtungen.
  • Ein guter Haupt- oder Realschulabschluss öffnet dir die Türen zu Unternehmen.

Weiterbildung und Perspektiven

Meister, Techniker & Co

Deine Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik ist der erste Schritt ins Berufsleben! Nach deiner Ausbildung findest du Beschäftigung in allen Unternehmen, die Automatisierungslösungen entwickeln, herstellen oder einsetzen.

Da sich die Produkte der Metall- und Elektro-Industrie stets weiterentwickeln, solltest auch du dein Wissen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung immer aktuell halten. Das geht mit internen Schulungen deines Unternehmens oder mit Weiterbildungen, die darauf ausgerichtet sind, weitere Schritte auf der Karriereleiter zu erklimmen.

Diese Weiterbildungsmöglichkeiten hast du:

Industriemeister Fachrichtung Elektrotechnik

Nach abgeschlossener Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik übernimmst du Fach- und Führungsaufgaben in der Planung und Fertigung von Betrieben der Elektro-Industrie. Du planst und koordinierst dann Arbeitsabläufe, überwachst die Fertigungsprozesse, leitest Fachkräfte an und bist für die betriebliche Ausbildung verantwortlich.

Techniker Fachrichtung Elektrotechnik

Eine Alternative zum Industriemeister ist die Weiterbildung zum Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik. Nach deiner Weiterbildung planst, entwickelst und produzierst du Geräte und Anlagen der Automatisierungstechnik.

Studium

Nach der Ausbildung noch ein Studium? Warum nicht! Mit (Fach-)Abitur erfüllst du die  Voraussetzungen, dein praktisches Wissen auf akademischer Ebene zu erweitern. Zum Beispiel in den Studienfächern Automatisierungstechnik oder Robotik.

Dein Gehalt als Elektroniker

So viel verdienst du

Du möchtest schon während deiner Ausbildung zum Elektroniker gut verdienen? Dann bist du in der Metall- und Elektro-Industrie genau richtig!

Die Bezahlung richtet sich nach der Region, in der du arbeitest und danach, ob dein Unternehmen nach Tarifvertrag bezahlt. Um dir eine Vorstellung vom Gehalt eines Elektronikers für Automatisierungstechnik zu geben, beziehen wir uns hier auf den Verdienst im Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen. Dort liegt dein Gehalt als Elektroniker für Automatisierungstechnik im ersten Ausbildungsjahr bei über 900 Euro.

Im dritten Ausbildungsjahr verdienst du etwa 1.036 Euro. Als Berufseinsteiger kannst du bei Bezahlung nach Tarifvertrag in Nordrhein-Westfalen mit etwa 2.982 Euro rechnen (inkl. Leistungszulage).

 

Auch nach deiner Ausbildung ist der Verdienst als Elektroniker in der Metall- und Elektro-Industrie meist höher, als in anderen Branchen. Dabei spielen natürlich deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle.

Denk daran, dass von deinem Brutto-Gehalt noch Abzüge für Steuern, Sozialversicherung usw. abgehen. Was dann übrig bleibt, ist dein Netto-Gehalt und fließt auf dein Konto.