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Tipps gegen Mobbing in der Ausbildung

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Tipps gegen Mobbing in der Ausbildung

Redaktion | 25. Aug 2017 | Kategorien: Ausbildung | TAGs:
Kommentare (0) | Anzahl der Ansichten (492)
Du hast Probleme in deinem Ausbildungsunternehmen oder mit deinen Mitschülern in der Berufsschule? Wir sagen dir, was du bei Mobbing tun kannst.

Ab wann spricht man von Mobbing?

Das Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik erklärt Mobbing, als „eine spezielle Form der Aggression, die dadurch charakterisiert ist, dass das Opfer wiederholt und systematisch aggressiven Akten eines oder mehrerer Täter ausgesetzt ist.“

Mobbing kann sehr unterschiedlich aussehen. Zum Beispiel zählt dazu:

- grundlose Kritik
- Gewaltandrohungen
- Belästigungen und Beschimpfungen
- Diskriminierung, Ausgrenzung

Generell gilt: Bei allem, was dich und deine Arbeit massiv einschränkt und auch nicht durch ein Gespräch geklärt werden kann, solltest du handeln.

Wieso ich?

Auch wenn es sich so anfühlt, du bist nicht alleine. Rund 11 Prozent gaben bei einer Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz an, dass sie während der Arbeitszeit bereits Opfer von Mobbing geworden sind - Mobbing ist also kein Einzelphänomen! Umso wichtiger ist es, etwas dagegen zu tun.

Was du dagegen tun kannst:

Der erste Schritt sollte immer sein, das Gespräch mit einer neutralen Person wie zum Beispiel deinen Eltern oder Freunden zu suchen. Zum einen, weil es hilft, über den Kummer zu reden und zum anderen, weil eine andere Meinung hilfreich sein kann, um die Situation richtig zu beurteilen.

Gleichzeitig solltest du in einer Situation, bei der sich dir jemand ungerecht verhält, klare Grenzen ziehen. Sage es (am besten vor Dritten), wenn du dich ungerecht behandelt fühlst und versuche der Person deutlich zu machen, dass das so nicht weitergehen kann. Wenn das nicht hilft, dann solltest einen Schritt weitergehen und mit deinem Ausbilder oder Berufsschullehrer sprechen. Auch der Betriebsrat und der Gleichstellungsbeauftragte sind dafür zuständig.

Während der ganzen Zeit solltest du ein Mobbing-Tagebuch führen. Darin dokumentierst du wann, dich wer, wie und wo gemobbt hat. Das kann für spätere Situation wie ein Gespräch mit deinem Vorgesetzten hilfreich sein,

Wenn das Mobbing auch daraus besteht, dass dein Arbeitgeber gegen geltendes Recht verstößt und du zum Beispiel regelmäßig zu viele Überstunden machen sollst oder dir immer wieder kein Gehalt überwiesen wurde, dann kannst du an die Industrie- und Handelskammer wenden.

Wenn du den Druck auf der Arbeit oder Schule nicht mehr aushältst, dann kannst du dich krankschreiben lassen und solltest über einen Ausbildungswechsel oder sogar Schadensersatz nachdenken. Wenn dein Arbeitgeber dir nicht hilft, dann hast du nach einer gerichtlichen Klage auch ein Recht auf eine außerordentliche Kündigung.

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