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Nebenjob in der Ausbildung

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Nebenjob in der Ausbildung

Redaktion | 16. Dez 2016 | Kategorien: Ausbildung | TAGs: Nebenjob
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Wenn das das Ausbildungsgehalt nicht für deine Lebenserhaltungskosten reicht, solltest du vielleicht über einen Nebenjob nachdenken. Hier erfährst du alles, was du vor Antritt eines Nebenjobs wissen solltest.

Was sagt das Gesetz?

Rechtlich gesehen verbietet dir kein Gesetz die Ausübung eines Nebenjobs während deiner Ausbildung. Grundsätzlich hängt es davon ab, wie alt du bist.
Wenn du älter als 15, aber noch unter 18 Jahren alt bist, gilt für dich das Jugendarbeitsschutzgesetz. Demnach darfst du nicht mehr als 40 Stunden pro Woche und nicht mehr als 8 Stunden am Tag arbeiten. Zusätzlich darfst du an nicht mehr als 5 Wochentagen nur im Zeitraum von 6 bis 20 Uhr arbeiten. Da bleibt kaum Platz für einen Nebenjob.
Als Volljährige/r gelten diese Regeln nicht mehr für dich. Du darfst an Werktagen, also von Montag bis Samstag, insgesamt 48 Stunden arbeiten, wenn du die Ruhezeit von mindestens 11 Stunden zwischen deinen Arbeitszeiten einhältst.

Was sagt das Unternehmen?

Dein Arbeitgeber kann dir einen Nebenjob grundsätzlich nicht verbieten. Eine Ausnahme bildet hier eine Tätigkeit in einem Konkurrenzunternehmen.
Trotzdem solltest du dein Unternehmen über deinen Nebenjob informieren. Das kann dir viel Ärger ersparen, schließlich kann sich dein Unternehmen auch einmischen, wenn deine Leistungen wegen der zusätzlichen Belastung zu stark abfallen. Deine Ausbildung ist nämlich immer noch deine Haupttätigkeit.
Möglicherweise steht auch unter der sogenannten „Nebentätigkeitsklausel“ in deinem Ausbildungsvertrag, dass du deinen Arbeitgeber über einen Nebenjob informieren musst.

Gründe für einen Nebenjob

  • Ganz klar: das Geld. Besonders wenn du allein wohnst und einen Haushalt zu schmeißen hast, ist ein kleiner Nebenverdienst nicht schlecht.
  • Mit etwas mehr Geld in der Tasche kannst du auch über eine sinnvolle Altersvorsorge nachdenken.
  • Vielleicht hast du auch besonders viel Spaß an deinem Nebenjob und möchtest ihn auch deshalb weiterführen. Auch das kann ein Grund für eine Nebenbeschäftigung sein.

Gründe gegen einen Nebenjob

  • Die Belastung eines weiteren Jobs ist aber nicht zu unterschätzen, schließlich lasten Anforderungen von zwei Arbeitgebern auf dir.
  • Deine Freizeit leidet auch unter einem Nebenjob. Während deine Kollegen zum Beispiel den Samstag mit Freunden verbringen oder zur Erholung nutzen, musst du weiter arbeiten. Dir fehlt also viel Zeit, um dich von deinem ohnehin stressigen Alltag zu erholen.
  • Möglicherweise kann ein Nebenjob auch zu Problemen mit deinem Arbeitgeber führen. Auch wenn er dir deinen Nebenjob nicht verbieten kann, wird dein Ausbilder wohl auch keine Luftsprünge vor Freude machen. Viele Ausbilder befürchten einen starken Leistungsabfall, wenn die Azubis müde und ausgepowert zur Arbeit oder zur Berufsschule kommen.

Du solltest dir also auf jeden Fall über längeren Zeitraum Gedanken machen, ob du einen zusätzlichen Job neben der Ausbildung überhaupt schaffst. Die Belastung ist höher als du denken magst. Oft vergisst man, wie viel Zeit man fürs Lernen und für Hobbys aufbringt. Vielleicht stehen dir auch staatliche Zuschüsse zu, die deine finanzielle Situation während der Ausbildung erleichtern.

Sollte am Ende des Geldes trotzdem noch viel zu viel Monat sein, findest du hier noch super Spartipps.

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