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Ausziehen als Minderjährige/r! Was muss ich beachten?

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Ausziehen als Minderjährige/r! Was muss ich beachten?

Redaktion | 20. Sep 2018 | Kategorien: Ausbildung | TAGs: Ausbildungsbeginn, Familie, Umzug, Wohnungssuche
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Der Auszug aus dem Elternhaus ist für junge Menschen ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Für manche kann dieser Schritt gar nicht früh genug kommen – sie wollen schon alleine wohnen, obwohl sie noch nicht volljährig sind. Rechtlich ist es so, dass man frühestens mit 16 Jahren ausziehen darf.

Da man mit 16 noch minderjährig ist, haben die Eltern das sogenannte Aufenthaltsbestimmungsrecht. Sie dürfen also festlegen, wo man wohnt. Daher ist für den Auszug das Einverständnis der Eltern notwendig. Gleiches gilt natürlich auch, wenn man mit 17 ausziehen will. Sollten deine Eltern einem Auszug nicht zustimmen, kann das Jugendamt zurate gezogen werden, da dann ein Beschluss des Familiengerichts notwendig ist.

 

Das Ausziehen als Minderjährige/r gestaltet sich zudem als komplizierter, weil du als Minderjährige/r keine Verträge ohne Zustimmung deiner Eltern abschließen darfst. Dazu zählt auch der Mietvertrag. Such am besten gemeinsam mit deinen Eltern nach einer passenden Wohnung. Da vielen Minderjährigen die Lebenserfahrung fehlt, alleine einen Haushalt zu führen, haben Kommunen und private Träger Wohnheime für „betreutes Wohnen“ eingerichtet. Hier leben die Minderjährigen meist in kleinen WGs und müssen sich um alle Belange des Haushalts kümmern. Ihnen steht aber ein Betreuer zur Seite, der ihnen bei Fragen und Problemen zur Seite steht. Vielleicht ist das ja auch etwas für dich?

 

Auch der finanzielle Aspekt spielt eine wichtige Rolle. Denn Ausziehen ist nicht ganz günstig und du musst dir im Vorfeld Gedanken machen, wieviel du wofür ausgeben kannst oder möchtest. Generell sind die Eltern bei Minderjährigen unterhaltspflichtig. Nur wenn die Eltern nicht in der Lage sind für den Unterhalt des Kindes aufzukommen, übernimmt der Staat die Finanzierung. Und das auch nur unter bestimmten Voraussetzungen: Der Jugendliche muss sich in der Ausbildung befinden (hierzu zählt nicht die schulische Ausbildung) und die Ausbildungsstätte muss mindestens zwei Stunden vom Elternhaus entfernt liegen. Sind diese Bedingungen erfüllt, besteht ein Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe.

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