zur Übersicht
Ausbildung verkürzen? So geht‘s!

lassedesignen / Shutterstock.com

Ausbildung verkürzen? So geht‘s!

Redaktion | 22. Dez 2016 | Kategorien: Ausbildung | TAGs: Verkürzung
Kommentare (0) | Anzahl der Ansichten (186)

Eigentlich dauert eine Ausbildung drei Jahre. In manchen Fällen kann sie aber auch verkürzt werden. Wie und wann das möglich ist, erfährst du hier. 

So kannst du die Ausbildung verkürzen

Durch den Paragraphen 7 und 8 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) steht fest, wer die Ausbildung verkürzen kann:

  1. Durch berufliche Vorbildung
    Wer schon ein Berufsgrundbildungsjahr oder eine Berufsfachschule abgeschlossen hat, kann diese Zeit in seiner Lehre in der Regel anrechnen lassen und in ein höheres Ausbildungsjahr einsteigen. Dadurch hast du auch Ansprüche auf das Ausbildungsgehalt der höheren Lehrjahre. Dafür muss dein Ausbilder einen Antrag bei der zuständigen Stelle einreichen. Dies muss noch vor dem eigentlichen Ausbildungsbeginn geschehen. Die Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Informiere dich deswegen rechtzeitig bei deinem Ausbilder und deiner Industrie- und Handelskammer.
  2. Durch höheren Schulabschluss
    Du hast das Abitur oder eine Fachhochschulreife in der Tasche? Dann kannst du deine Ausbildung um bis zu ein Jahr verkürzen! Hier muss dein Betrieb aber einverstanden sein. Sprich deswegen mit deinem Ausbilder und frage ihn, wie er deine Chancen einschätzt.
  3. Durch gute Noten
    Wer gut in der Berufsschule ist und im Betrieb glänzt, kann die Ausbildung verkürzen. Dabei musst du mindestens einen Notendurchschnitt von besser als 2.49 vorweisen können. Dein Können beweist dann, dass du die Abschlussprüfung auch vor den eigentlichen drei Jahren Ausbildung schreiben kannst.
  4. Nach abgeschlossener Berufsausbildung
    Du hast schon eine Ausbildung abgeschlossen? Auch dann hast du die Chance, deine neue Ausbildung zu verkürzen. Auch durch Berufserfahrung in einem ähnlichen Bereich wie die Ausbildung kann deine Lehre verkürzt werden. Den Antrag musst du gemeinsam mit deinem Ausbilder an die zuständige Stelle schicken. Dabei handelt es sich in der Regel um die Industrie- und Handelskammer.
  5. Nach dem Ausbildungsplatzwechsel
    Wenn du deinen Ausbildungsplatz gewechselt hast, musst du nicht wieder bei null anfangen. Wer im zweiten Ausbildungsjahr in einem neuen Betrieb anfängt, ist auch weiterhin im zweiten Jahr. Dies gilt auch, wenn du deinen Ausbildungsberuf wechselst und dein neuer Beruf deiner vorherigen Ausbildung sehr ähnlich ist.
    Da sich die Regelungen je nach Bundesland unterscheiden können, solltest du frühzeitig bei der Industrie- und Handelskammer nachfragen.
  6. Ausbildung verlängern?
    Es kann auch gute Gründe geben, die Ausbildungszeit zu verlängern. Wer zum Beispiel lange krank war und das Gefühl hat, seine Ausbildung deswegen nicht zu bestehen, kann einen Antrag auf Verlängerung stellen.

    Du hast noch keinen Ausbildungsplatz? Dann schau in unserer Ausbildungsplatzbörse vorbei.
     

Kommentare zu diesem Artikel (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Name:
E-Mail:
Kommentar:
Kommentar hinzufügen