3 Jahre

sehr guter Realschulabschluss oder Abitur

Übersicht

C++, HTML, PHP und Co. sind für dich keine Fremdwörter? Du schreibst problemlos Skripte und bringst Anwendungen zum Laufen? Dann hast du das Zeug zum Fachinformatiker! 

Dein Gehalt

Du möchtest schon in der Ausbildung gut verdienen? Dann bist du in der Metall- und Elektro-Industrie genau richtig! Bereits während der Ausbildungszeit ist das Gehalt hier höher als in vielen anderen Branchen. Abhängig ist es davon, in welcher Region du arbeitest und ob dein Unternehmen nach Tarifvertrag bezahlt.

Im ersten Ausbildungsjahr kannst du 900 Euro und mehr verdienen. Im dritten können es mehr als 1.100 Euro sein (Quelle: Gesamtmetall, Stand Juni 2015. Gilt für tarifgebundene Unternehmen).

Auch nach deiner Ausbildung ist dein Gehalt als Fachinformatiker in der Metall- und Elektro-Industrie meist höher, als in anderen Branchen. Dabei spielen natürlich deine Berufserfahrung und Verantwortlichkeit eine große Rolle. Denk daran, dass von deinem Brutto-Gehalt noch Abzüge für Steuern, Sozialversicherung usw. abgehen. Was dann übrig bleibt, ist dein Netto-Gehalt und fließt auf dein Konto.

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Du hast den richtigen Code

Hinweis: Der Beruf Fachinformatiker/in wird zum 01.08.2020 novelliert und um die Fachrichtungen Daten- und Prozessanalyse und Digitale Vernetzung erweitert.

Computer und IT-Technik sind im Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Als Fachinformatiker bist du angesehener Softwareexperte! Egal, welches Problem es zu beseitigen gilt – du programmierst die passende Anwendung dazu! Während deiner Ausbildung hast du die Wahl zwischen vier Fachrichtungen: Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse oder Digitale Vernetzung.

Im Bereich Anwendungsentwicklung setzt du Softwareprojekte nach Kundenwunsch um und schulst die Anwender. Du erweiterst bestehende Programme oder führst neue ein und stellst sicher, dass sie einwandfrei funktionieren.

Im Bereich Systemintegration sorgst du dafür, dass das Unternehmen stets gut vernetzt ist und bist der erste Ansprechpartner bei Problemen. Du baust aus verschiedenen IT-Komponenten, wie Drucker, PC und Scanner ein Büronetzwerk auf, installierst Großrechnersysteme und erklärst sie den Benutzern. 

Fachinformatiker und Fachinformatikerinnen der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse verbessern digitale Geschäftsprozesse, indem sie Prozesse und Daten genau analysieren. In der Industrie 4.0 entwickeln sie Systeme, die aus Daten lernen, Muster erkennen und Entscheidungen treffen können. Unter Berücksichtigung der IT-Sicherheit binden sie neue, digitale Geschäftsmodelle ein. 

Fachinformatiker der Fachrichtung Digitale Vernetzung entwickeln digital vernetzte und smarte Prozesse, Anwendungen und Produkte. In der Industrie 4.0 erstellen sie cyber-physische Systeme. Das sind Systeme, in denen verschiedene Teile über das Internet miteinander verbunden sind. Sie integrieren Sensoren und Aktoren in vorhandene Systeme und implementieren Software und Schnittstellen.

Das lernst du in der Ausbildung

C++, HTML, PHP und Co

Deine Ausbildung zum Fachinformatiker dauert in allen vier Schwerpunkten drei Jahre. Sie findet in deinem Ausbildungsunternehmen und in der Berufsschule statt. Im Betrieb lernst du die IT-Systeme bis ins kleinste Detail kennen und befasst dich mit ihren Anforderungen. In der Berufsschule stehen die allgemeinen Grundlagen, wie Arbeitsmethoden oder Fachenglisch auf dem Programm. Außerdem erfährst du mehr über Geschäftsprozesse, Rechnungswesen, IT-Märkte und IT-Systeme.

Das lernst du in der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, für Systemintegration, für Daten- und Prozessanalyse oder für Digitale Vernetzung:

  • maßgeschneiderte Soft- und Hardwarelösungen für Kunden und Kollegen entwickeln
  • Programmierlogik und -methoden anwenden, Programmiersprachen anwenden
  • Informations- und Kommunikationssysteme – je nach Fachrichtung – bauen oder entwickeln
  • Benutzer beraten, schulen und alle Fragen zur EDV beantworten
  • Kundenspezifische Prozess- und Datenanalysen durchführen und daraus digitale Geschäftsmodelle entwickeln
  • Cyber-physische Systeme entwickeln oder nach Kundenwünschen optimieren
  • Werkzeuge des maschinellen Lernens einsetzen

Videos und Fotos

Im Video: Ausbildung Fachinformatiker/in

Fachinformatikerin
Fachinformatiker

Bildergalerie Einblick Fachinformatiker/in

Vorraussetzungen

Hier ist technisches Verständnis gefragt

Du hast Lust, mit der Ausbildung zum Fachinformatiker oder zur Fachinformatikerin dein Hobby zum Beruf zu machen? Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung ist, dass du dich für Computer und IT interessierst und dich bereits damit auskennst.

Neben deinen Informatikkenntnissen hast du auch ein gutes Verständnis für Zahlen und Logik? Perfekt! Wenn du jetzt auch noch gut in Englisch bist (viele Programmbeschreibungen sind englischsprachig), kann es losgehen!

Mit diesen Fähigkeiten und Talenten startest du gut in deine Ausbildung:

  • Du programmierst gerne und baust gerne technische Geräte zusammen.
  • Kreativität hilft bei der Entwicklung neuer Software.
  • Du planst und organisierst gerne.
  • Du bist kontaktfreudig und stehst anderen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.
  • Unternehmen stellen dich bevorzugt mit einem sehr guten Realschulabschluss oder Abitur ein.

Karriere und Perspektiven

Und nach der Ausbildung?

Du hast deine Ausbildung zum Fachinformatiker abgeschlossen? Herzlichen Glückwunsch! Dies ist dein erster Schritt ins Berufsleben. Nach deiner Ausbildung kannst du in Unternehmen fast aller Branchen eine gut bezahlte Stelle finden.

Da sich die IT-Branche stetig weiterentwickelt, solltest auch du up to date bleiben. Du kannst dich auch auf ein bestimmtes Tätigkeitsfeld spezialisieren. Zum Beispiel auf die Entwicklung unternehmensinterner oder kundenspezifischer Software, auf Qualitätskontrolle, Anwenderschulungen oder technisches Marketing.

Anpassungsweiterbildungen

Mit einer Anpassungsweiterbildung kannst du dich zusätzlich qualifizieren. Zum Beispiel als Softwareentwickler, Anwendungsberater, Systemprogrammierer oder Datenschutzbeauftragter.

Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Informatik

Als Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Informatik mit dem Schwerpunkt technische Informatik beschäftigst du dich mit der Hardwaretechnik von Rechner- und Kommunikationssystemen. Außerdem erfüllst du technische Aufgaben im Zusammenhang mit Serversystemen und Software, z.B. im Bereich der Netzwerkadministration oder der System- und Anwendungsprogrammierung.

Fachwirt Computer-Management

Als Fachwirt für Computer-Management übernimmst du Leitungsfunktionen bei der kaufmännischen Vorbereitung, Durchführung, Überwachung und Dokumentation aller computergestützten Arbeitsvorgänge.

Betriebswirt für Informationsverarbeitung

Nach deiner Weiterbildung zum Betriebswirt für Informationsverarbeitung unterstützt du die Planung, Umsetzung, Implementierung und Weiterentwicklung von IT-Systemen.

Studium

Deine Ausbildung ist auch eine gute Grundlage für ein Studium – zum Beispiel im Bereich Wirtschaftsinformatik. Mit (Fach-)Abitur erfüllst du die  Voraussetzungen, dein praktisches Wissen auf akademischer Ebene zu erweitern.